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Lastaufnahmemittel
Hebeklemmen
Hebemagnete
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Ladegabeln
Traversen
Benutzerhinweise
Diese Benutzerhinweise geben einen allgemeinen Überblick bezüglich der Anwendung einiger Hebeklemmen und ersetzen nicht die gerätespezifischen Betriebsanleitungen! Hebevorgänge mit Lastaufnahmemitteln dürfen nur von einem fachkundigen Anschläger (unterwiesen in Theorie und Praxis) durchgeführt werden. Bei ordnungsgemäßer Verwendung bieten unsere Tigrip Produkte ein höchstes Maß an Sicherheit, vermeiden Sach- und Personenschäden und haben eine lange Lebensdauer.

Änderung des Lieferzustandes
Die Form und Ausführung der Lastaufnahmemittel darf nicht ohne Genehmigung des Herstellers verändert werden
z. B. durch Biegen, Schweißen, Schleifen, Abtrennen von Teilen, Anbringung von Bohrungen, Entfernen von Sicherheitsteilen wie Verriegelungen, Bolzen, Sicherungsstiften etc. da sonst die Gültigkeit der Konformitätserklärung und jede Haftung und Gewährleistung des Herstellers erlischt.

Benutzungseinschränkungen
Belastung
Die auf dem Gerät angegebene Tragfähigkeit (WLL) ist die maximale Last, die nicht überschritten werden darf.
Temperatur
Klemmen ohne Schutzbelag können in der Regel (herstellerabhängig) von -40° bis +100° C mit der vollen Tragfähigkeit eingesetzt werden. Klemmen mit Schutzbelag dürfen durch die Verwendung von aufgeklebten Belägen meist nur für geringere Temperaturbereiche eingesetzt werden - z. B. Modell TBP, Modell TSB von -20° bis +40° C.
Stoßbelastung, Pendeln der Last
Die angegebenen Tragfähigkeiten setzen eine stoßfreie Belastung des Lastaufnahmemittels voraus. Leichte Stöße z. B. durch Heben und Senken bzw. Verfahren der Last am Kran sind erlaubt. Starke Stöße (z. B. Anstoßen mit der Last während des Transportes) bzw. ein Pendeln der Last sind unzulässig!
Chemikalien
Lastaufnahmemittel dürfen nicht im Bereich von Chemikalien bzw. in Umgebung von chemischen Dämpfen bedenkenlos eingesetzt werden – lassen Sie sich vorher von uns beraten! Lastaufnahmemittel die Chemikalien oder deren Dämpfen ausgesetzt waren, müssen außer Betrieb genommen und uns zur Begutachtung übergeben werden.
Personentransport
Grundsätzlich ist der Personentransport mit Lastaufnahmemitteln verboten! Einsatz unter gefährdenden Bedingungen Das Heben oder der Transport von Lasten ist zu vermeiden, solange sich Personen im Gefahrenbereich der Last befinden. Bei Klemmen die nicht form- sondern kraft bzw. reibschlüssig ohne zusätzliche Sicherung arbeiten,
darf die Last keinesfalls über Personen hinweggeführt werden - siehe BetrSichV!
Hebegut
Lastaufnahmemittel sind für spezielle Anwendungen und Hebegüter vom Hersteller konzipiert und dürfen nicht ohne Rücksprache für andere Einsätze verwendet werden. z. B. die Stärke des Materials (Greifbereich der Klemme), Oberflächenbeschaffenheit, Oberflächenhärte* des Materials und die Temperatur des Materials müssen hierbei berücksichtigt werden. Die Angaben hierzu finden Sie in der jeweiligen Betriebsanleitung. Diese sind unbedingt den Anwendern für einen sicheren Gebrauch zur Verfügung zu stellen. *Beachten Sie bitte, dass bei speziellen Blechen die Oberflächen-
und Kernhärte gravierend abweichen kann: z. B. Kaltarbeitsstahl
Prüfung vor Arbeitsbeginn
• Es ist darauf zu achten, dass die Oberflächen des
  Bleches, wo die Klemme angeschlagen wird,
  möglichst   trocken, fett-, farb-, schmutz-, zunder-
  und beschichtungsfrei sind, sodass der Kontakt der
  Zähne  zum Hebegut nicht behindert wird,   bzw.
  Schutzbeläge die erforderliche Reibung erzeugen
  können.
• Fest- und Klemmbacke oder deren Schutzbeläge
  sind auf Verschleiß und Mängel zu prüfen.  Beide
  Klemmbacken müssen ein sauberes Profil  besitzen
  und die Zähne dürfen nicht zu stark  verschlissen
  sein. (Angaben in der Betriebsanleitung  beachten,
  ca. Richtwert max. 30 % Abnutzung). Schutzbeläge
  dürfen nicht verschmutzt, beschädigt,  uneben oder
  zu stark abgenutzt sein.
• Das gesamte Lastaufnahmemittel ist auf
   Beschädigungen, Korrosion, Risse oder
   Verformungen  hin zu überprüfen.
• Die Klemme muss sich gut öffnen und schließen
   lassen.
• Feder überprüfen. Diese muss in der „Zu“-
  Stellung  eine deutlich spürbare Federkraft
  aufweisen, wenn  man auf die Aufhängeöse drückt.
Instandhaltung und Reparatur
• Lastaufnahmemittel müssen für den sicheren Betrieb
  gem. den Wartungsvorschriften des Herstellers in
  den vorgeschriebenen Intervallen gewartet werden.
• Zur vorgeschriebenen Wartung (in der Regel je nach
  Einsatzhäufigkeit und Schwere mindestens einmal
  jährlich),oder bei festgestellten Mängeln können Sie
  ihre Lastaufnahmemittel zur Begutachtung und
  Instandsetzungan uns einschicken.
• Instandsetzungen und Prüfungen dürfen nur von
  befähigten Personen bzw. Prüfern, die
  Originalersatzteile verwenden, durchgeführt werden
. Hierüber sind fortlaufende Aufzeichnungen zu
  führen.
Überprüfungen
• Prüfungen sind im wesentlichen Sicht- und
  Funktionsprüfungen,wobei der Zustand von Bauteilen
  hinsichtlich Beschädigung, Verschleiß, Korrosion
  oder sonstigen Veränderungen beurteilt, sowie die
  Vollständigkeit und Wirksamkeit der
  Sicherheitseinrichtungen festgestellt werden muss.
  Die Prüfungen sind vom Betreiber zu veranlassen.
• Die Lastaufnahmemittel sind vor der Prüfung zu
  reinigen. Das Reinigungsverfahren darf keine
  chemischen Schädigungen (z. B. keine Säure -
  Versprödung), keine unzulässigen Temperatur-
  belastungen durch Abbrennen etc. hervorrufen
  oder Risse möglicherweise verdecken bzw. zuviel
  Material abtragen (Sandstrahlen). Wir beraten Sie
  diesbezüglich gerne! Bitte übergeben Sie uns die
  Lastaufnahmemittel zur Prüfung möglichst in
  gereinigtem Zustand. Sie sparen dadurch wesentlich
  bei den Überprüfungskosten!
Ausscheidekriterien
Lastaufnahmemittel dürfen nicht mehr verwendetwerden wenn z. B. :
• Die Kennzeichnung (Typen- bzw.
  Tragfähigkeitsschild)fehlt oder unleserlich
  geworden ist• An Gehäuse, Bedienteilen oder
  Tragmittel des Lastaufnahmemittels:Schnitte, Kerben,
  Rillen, Anrisse,übermäßige Korrosion
  (z. B. deutlich sichtbare Rostnarben),
  Verfärbung durch Hitze, Anzeichen nachträglicher
  Schweißungen, bzw. Schweißspritzer (die sich nicht
  leicht entfernen lassen bzw. Verfärbungen
  hinterlassen), erkennbar sind.
• Seile mit Drahtbrüchen bzw. Quetschungen
  (Ausscheidungskriterien für Seile abhängig
  von der Triebwerksgruppe siehe DIN 15020),
  Beschädigung der Presshülseund ähnliche
  Fehler erkennbar sind.
• Wenn bei einer Kette Kettenglieder verbogen oder
  verdreht sind, bzw. an einem Kettenglied eine
  Längungvon mehr als 5 % eingetreten ist,
  oder die gemittelte Glieddicke an irgendeiner Stelle
  die Nenndicke ummehr als 10 % unterschreitet
  (Mittelwert zweier rechtwinkelig zueinander
  durchgeführten Messungen von d1 und d2).
• Bei Trag- oder Lasthaken deren Öffnung (C) um
  mehr als 10 % vom Baumaßaufgezogen ist, oder
  eine Abnutzung im Hakenmaul  - Steghöhe (B), bzw.
  Stegbreite (D) - von mehr als 5 % festgestellt wird.
• Lastaufnahmemittel, von denen eine Überlastung,
  oder sonstige schädigende Einflüsse, bekannt
  geworden sind, sind von der weiteren Benutzung
  auszuschließen und erst nach einer Prüfung und
  eventuell erforderlichen Instandsetzung wieder
  zu verwenden.